Keilriemen Meterware
Keilriemen als Meterware bieten durch ihre flexible Längenanpassung die ideale Soforthilfe für Reparaturen und Sonderkonstruktionen, ohne dass eine riesige Lagerhaltung verschiedener Fixgrößen nötig ist. Dank einfacher Verbindungstechniken lassen sie sich ohne Maschinendemontage schnell montieren und garantieren auch bei komplexen Antriebswegen eine zuverlässige Kraftübertragung.
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Keilriemen als Meterware (auch als Endlich-Keilriemen bezeichnet) sind Antriebselemente, die nicht wie klassische Riemen in einer festen, endlosen Schlaufe geliefert werden, sondern als Rollenware flexibel zugeschnitten werden können. Sie sind die ideale Lösung für Antriebe, bei denen die Montage eines geschlossenen Riemens einen hohen Demontageaufwand der Maschine erfordern würde.
1. Bauarten und Verbindungstechniken
Je nach Material und Anforderung gibt es verschiedene Typen von Meterware:
- Lochkeilriemen: Diese Riemen besitzen in regelmäßigen Abständen durchgehende Lochbohrungen. Sie werden auf die gewünschte Länge gekürzt und mit speziellen Metallschlössern (Riemenverbindern) verschraubt. Sie gelten als die preiswertere Variante für einfache Anwendungen.
- Gliederkeilriemen: Diese bestehen aus einzelnen, ineinandergreifenden Steckgliedern (meist aus Polyurethan mit Polyestergewebe). Sie können ohne Werkzeug durch Hinzufügen oder Entfernen von Gliedern auf jede beliebige Länge angepasst werden.
- Verschweißbare Meterware: Häufig aus thermoplastischem Polyurethan (PU) gefertigt, können diese Riemen vor Ort mit entsprechenden Schweißgeräten endlos verschweißt werden.
2. Zentrale Vorteile
- Keine Demontage: Der größte Vorteil ist der Austausch des Riemens, ohne Wellen, Lager oder andere Maschinenteile ausbauen zu müssen.
- Flexible Lagerhaltung: Da jede beliebige Länge vor Ort zugeschnitten werden kann, entfällt die Notwendigkeit, viele verschiedene Standardlängen auf Vorrat zu halten.
- Schnelle Notfallhilfe: Im Falle eines Riemenbruchs ist die Maschine mit Meterware deutlich schneller wieder einsatzbereit.
3. Technische Eigenschaften
- Profile: Meterware ist in den gängigen Standardprofilen (z. B. 10/Z, 13/A, 17/B) erhältlich.
- Leistungsübertragung: Im Vergleich zu endlos gefertigten Riemen ist die Leistungsfähigkeit bei mechanisch verbundenen Riemen (Schlösser/Glieder) oft etwas geringer.
- Überlastschutz: Wie alle Keilriemen bietet auch die Meterware Schutz vor Motorschäden, da der Riemen bei extremer Überlastung auf der Scheibe durchrutschen kann.
4. Auswahlkriterien
Um die richtige Meterware zu bestimmen, benötigen Sie:
- Profil: Messen der oberen Breite des Riemens oder der Riemenscheibe.
- Länge: Messung des Riemenwegs direkt im Antrieb, idealerweise mit einem Maßband.
- Anwendung: Berücksichtigung von Umgebungseinflüssen wie Öl, Hitze oder Feuchtigkeit.
