Verschlussglieder
Verschlussglieder ermöglichen eine schnelle Montage sowie Demontage von Rollenketten ohne Spezialwerkzeug und bieten so eine flexible Lösung für Wartung und Reparatur.
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Verschlussglieder (auch Verbindungsglieder oder Kettenschlösser genannt) sind entscheidende Komponenten, um offene Enden einer Rollenkette zu einem endlosen Strang zu verbinden oder die Kette für Wartungszwecke einfach zu öffnen. Sie ersetzen ein herkömmliches Außenglied und bestehen in der Regel aus einer Verschlusslasche und zwei Bolzen.
Hier sind die gängigsten Arten und deren spezifische Eigenschaften:
1. Gängige Typen von Verschlussgliedern
- Steckglied mit Federverschluss: Dies ist die am häufigsten verwendete Form für Standardanwendungen. Die lose Außenlasche wird durch eine flache Stahlfeder (Clip) gesichert, die in Nuten an den Bolzenenden einrastet.
- Steckglied mit Splintsicherung: Bei größeren Ketten oder schweren Industrieanwendungen werden Splinte anstelle einer Feder verwendet, um die Verschlusslasche zu sichern.
- Gekröpftes Glied: Dieses Glied wird verwendet, wenn eine Kette eine ungerade Anzahl an Gliedern haben muss oder um die Kettenlänge fein zu justieren. Es kombiniert ein Innen- und ein Außenglied in einem Bauteil.
- Nietglied: Für maximale Sicherheit und Dauerfestigkeit (besonders bei hohen Geschwindigkeiten) werden Kettenenden fest vernietet. Einmal verschlossen, kann die Kette nur durch Zerstören des Glieds mit einem Kettennieter wieder geöffnet werden.
2. Wichtige Montagehinweise
Die korrekte Montage ist entscheidend für die Betriebssicherheit:
- Laufrichtung: Bei Federverschlüssen muss die geschlossene Seite der Feder immer in Laufrichtung der Kette zeigen, damit sie sich bei Kontakt mit Fremdkörpern oder Führungen nicht aufschieben kann.
- Passgenauigkeit: Verschlussglieder müssen exakt zur Kettennorm (z. B. nach DIN ISO 606) und zur Teilung der Kette passen.
- Verschleißprüfung: Da das Verschlussglied oft die schwächste Stelle der Kette ist, sollte es bei Inspektionen besonders auf Risse in den Laschen oder Sitz der Sicherung geprüft werden.
3. Einsatzbereiche und Auswahl
- Standard-Antriebe: Hier greift man meist zum Federverschluss für eine einfache Montage ohne Spezialwerkzeug.
- Hochleistungsantriebe: Hier wird die Vernietung bevorzugt, da Feder- oder Splintglieder eine geringere Dauerfestigkeit als die restliche Kette aufweisen können.
- Anpassungen: Falls eine Kette zu lang ist, kann ein gekröpftes Glied helfen, die Länge um genau ein Glied zu verkürzen/verlängern.
