Kegelräder

Kegelräder ermöglichen eine präzise Kraftübertragung zwischen sich schneidenden Wellen, wobei sie meist eine effiziente Winkelumlenkung von 90 Grad bei gleichzeitig hoher Laufruhe realisieren.

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Kegelräder sind eine spezifische Bauform von Zahnrädern, die dazu dienen, Drehbewegungen und Drehmomente zwischen zwei sich schneidenden Achsen zu übertragen. In der Regel stehen diese Achsen in einem 90°-Winkel zueinander, wobei jedoch auch andere Winkel konstruktiv möglich sind. 

Aufbau und Funktionsweise
Ein Kegelrad besitzt die Grundform eines Kegelstumpfes. Die Zähne sind auf der Mantelfläche dieses Kegels angeordnet. Wenn zwei Kegelräder in einem Getriebe zusammenarbeiten, rollen ihre gedachten "Wälzkegel" schlupffrei aufeinander ab. Die Spitzen dieser Kegel treffen sich idealerweise genau im Schnittpunkt der beiden Wellenachsen. 
  • Ritzel und Tellerrad: Bei Kegelradsätzen ist das kleinere, treibende Rad oft das Ritzel, während das größere, getriebene Rad als Tellerrad bezeichnet wird.

Verzahnungsarten
Je nach Anforderung an Laufruhe, Belastbarkeit und Fertigung gibt es unterschiedliche Verzahnungsformen: 
  • Geradeverzahnung: Die Zähne verlaufen gerade in Richtung der Kegelspitze. Sie sind einfach zu fertigen, neigen aber bei hohen Geschwindigkeiten zu mehr Geräuschentwicklung.
  • Schrägverzahnung: Die Zähne sind geneigt, was zu einem sanfteren Eingriff und höherer Belastbarkeit führt.
  • Spiralverzahnung (Bogenverzahnung): Die Zähne verlaufen kurvenförmig (z. B. nach den Systemen Klingelnberg oder Gleason). Dies ermöglicht eine extrem hohe Laufruhe und die Übertragung sehr großer Drehmomente.
  • Hypoidverzahnung: Eine Sonderform der Spiralverzahnung, bei der sich die Achsen nicht schneiden, sondern kreuzen (Achsversatz). Dies wird häufig in Fahrzeug Differenzialen eingesetz


Typische Einsatzgebiete
  • Automobilbau: Im Differenzialgetriebe zur Kraftverteilung auf die Räder.
  • Maschinenbau: In Werkzeugmaschinen (z. B. Fräsköpfen), um die Antriebskraft um 90° umzulenken.
  • Haustechnik: In Handkurbeln für Markisen oder Rollläden.
  • Industrieantriebe: In Förderanlagen und schweren Getriebeeinheiten.