Sonder-Rippenriemen
Ein Keilrippenriemen vereint durch seine mehrfach gerippte Struktur die hohe Flexibilität eines Flachriemens mit der starken Kraftübertragung eines Keilriemens, was ihn ideal für kompakte Antriebe macht.
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Ein Rippenriemen (auch Keilrippenriemen oder Multi-V-Riemen genannt) ist ein moderner Antriebsriemen, der die Vorteile eines Flachriemens (Flexibilität) mit denen eines Keilriemens (hohe Kraftübertragung) kombiniert. Er ist heute der Standard für den Antrieb von Nebenaggregaten in Kraftfahrzeugen und Industriemaschinen.
1. Aufbau und Funktionsweise
Im Gegensatz zum klassischen Keilriemen, der nur eine Keilform besitzt, weist der Rippenriemen auf seiner Innenseite mehrere parallel verlaufende, längsgerichtete Rippen auf.
- Material: Er besteht meist aus einer hochfesten Gummimischung (oft mit Aramidfasern verstärkt), die hitzebeständig und verschleißarm ist.
- Kraftübertragung: Die Kraft wird über die Reibung an den Flanken der Rippen auf die entsprechenden Rillen der Riemenscheibe übertragen.
- Flexibilität: Durch seine flache Bauform ist er extrem biegsam und kann daher über sehr kleine Rollendurchmesser sowie in "Serpentinen" um verschiedene Aggregate geführt werden.
2. Typische Einsatzgebiete
In modernen Fahrzeugen treibt ein einziger Rippenriemen oft mehrere Komponenten gleichzeitig an:
- Lichtmaschine (Generator) zur Stromerzeugung.
- Klimakompressor für die Fahrzeugkühlung.
- Servopumpe zur Unterstützung der Lenkung.
- Wasserpumpe zur Motorkühlung (modellabhängig).
3. Wichtige Bezeichnungen und Profile
Die Kennzeichnung auf dem Riemen (z. B. 6 PK 1020) gibt Aufschluss über seine Maße:
- Zahl (z. B. 6): Anzahl der Rippen auf dem Riemen.
- Profil (z. B. PK): Das Profilmaß (PK ist der Standard im PKW-Bereich; PH, PJ, PL, PM sind weitere Industrienormen).
- Länge (z. B. 1020): Die Wirklänge des Riemens in Millimetern.
4. Wartung und Verschleiß
Obwohl Rippenriemen als sehr langlebig gelten, sollten sie regelmäßig geprüft werden.
- Wechselintervall: Empfehlungen liegen oft bei 60.000 bis 100.000 Kilometern oder etwa alle 4 bis 6 Jahre, da das Gummi mit der Zeit spröde wird.
- Verschleißzeichen: Achten Sie auf Risse im Profil, Ausfransungen an den Kanten oder laute Quietschgeräusche beim Kaltstart.
- Besonderheit: Es gibt auch elastische Riemen (Stretch-Riemen), die ohne separate Spannrolle montiert werden und sich selbst spannen.
