Stellringe + Klemmringe

Stellringe dienen der zuverlässigen axialen Fixierung von Bauteilen auf Wellen oder Achsen und verhindern so effizient das unerwünschte Verschieben von Komponenten wie Lagern oder Rädern.

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Stellringe und Klemmringe sind wesentliche Maschinenelemente in der Antriebstechnik, die zur axialen Fixierung oder Positionierung von Bauteilen auf Wellen und Achsen dienen. Obwohl sie oft synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Funktionsweise und Belastung der Welle. 

Stellringe (nach DIN 705)
Ein Stellring ist ein massiver Metallring, der mit einer oder mehreren Gewindestiften (Madenschrauben) auf einer Welle fixiert wird. 
  • Funktionsweise: Die Befestigung erfolgt punktuell durch das Festschrauben des Gewindestifts, der sich in die Wellenoberfläche einkerbt.
  • Vorteile: Sehr kostengünstig und einfach zu montieren.
  • Nachteile: Die Welle wird durch die Einkerbung beschädigt, was die Demontage erschweren kann. Zudem ist die Haltekraft im Vergleich zu Klemmringen geringer.
  • Varianten: Nach DIN 705 gibt es Form A (mit Schlitzschraube) und Form B (mit Innensechskant).

Klemmringe
Klemmringe fixieren Bauteile durch eine kraftschlüssige Verbindung, die über die gesamte Innenfläche des Rings wirkt. 
  • Funktionsweise: Der Ring wird durch eine seitliche Schraube zusammengezogen, wodurch sich der Innendurchmesser verringert und der Ring gleichmäßig auf die Welle gepresst wird.
  • Vorteile:
  • Schonung der Welle: Keine Beschädigung oder Einkerbung der Oberfläche.
  • Höhere Haltekraft: Bessere Kraftverteilung ermöglicht die Übertragung höherer axialer Lasten.
  • Präzision: Ideal für Anwendungen, bei denen eine exakte Neupositionierung ohne "Schleifspuren" nötig ist.
  • Bauformen:
  • Einteilig (geschlitzt): Muss über das Wellenende geschoben werden.
  • Zweiteilig (geteilt): Kann radial an jeder beliebigen Stelle der Welle montiert werden, ohne andere Bauteile demontieren zu müssen.


Einsatzbereiche
Beide Elemente finden Verwendung in der Antriebstechnik, Medizintechnik und Automatisierung als: 
  • Axiale Anschläge: Begrenzung von Hubbewegungen.
  • Abstandshalter: Fixierung von Lagern, Zahnrädern oder Rollen.
  • Halterungen: Befestigung von Sensoren oder anderen Anbauteilen.