Förderketten
Förderketten ermöglichen den hocheffizienten und synchronen Transport schwerster Lasten selbst über lange Strecken hinweg und bieten dabei eine herausragende Widerstandsfähigkeit gegen extreme Temperaturen sowie aggressive Verschmutzungen.
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Förderketten sind spezialisierte Maschinenelemente, die primär zum Transportieren, Heben oder Ziehen von Waren und Gütern in industriellen Anlagen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu reinen Antriebsketten liegt ihr Fokus nicht auf der reinen Kraftübertragung zwischen Wellen, sondern auf der Bewegung von Lasten über oft lange Strecken.
Aufbau und Funktionsweise
Eine Förderkette besteht grundsätzlich aus einer Abfolge von Gliedern, die durch Bolzen beweglich miteinander verbunden sind. Der formschlüssige Griff in Kettenräder sorgt für einen schlupffreien und gleichmäßigen Transport bei konstanter Geschwindigkeit.
Die wichtigsten Komponenten sind:
- Bolzen & Buchsen: Bilden das Gelenk der Kette.
- Laschen: Verbinden die Gelenke und tragen die Zuglast.
- Rollen/Schonrollen: Reduzieren die Reibung beim Auflaufen auf das Kettenrad oder beim Gleiten auf Führungsschienen.
Gängige Arten von Förderketten
Je nach Einsatzgebiet unterscheidet man verschiedene Bauformen:
- Buchsenförderketten (DIN 8167/ISO 1977): Robust und ideal für lange Förderstrecken bei eher geringen Geschwindigkeiten.
- Rollenketten mit Anbauteilen: Standardketten, die durch Winkellaschen, Mitnehmer oder verlängerte Bolzen für spezifische Transportaufgaben modifiziert werden.
- Hohlbolzenketten: Ermöglichen die Befestigung von Querstäben oder speziellen Aufbauten direkt durch den hohlen Bolzen.
- Gabelketten (Trogförderketten): Werden oft für Schüttgut in der Landwirtschaft oder Recyclingindustrie genutzt.
Vorteile gegenüber anderen Fördersystemen
Der Einsatz von Förderketten bietet entscheidende technische Vorzüge:
- Hohe Belastbarkeit: Sie können extrem schwere Lasten sicher bewegen.
- Widerstandsfähigkeit: Sie sind unempfindlich gegenüber extremen Temperaturen, Schmutz oder aggressiven Chemikalien.
- Modularität: Durch verschiedene Anbauteile (Mitnehmer, Kunststoffkappen etc.) lassen sie sich individuell an das Fördergut anpassen.
- Wirtschaftlichkeit: Sie zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer und Wartungsarmut aus.
Typische Einsatzgebiete
Förderketten finden sich in nahezu allen Industriezweigen wieder:
- Automobilindustrie: Transport von Karosserien durch die Fertigungsstraßen.
- Lebensmittelindustrie: Beförderung von Verpackungen oder Produkten in Backöfen und Frosteranlagen.
- Logistik: Einsatz in Palettenförderern und Sortieranlagen.
- Schwerindustrie: Transport von Erz, Kohle oder Stahlbauteilen unter harten Bedingungen.
