RUNDRIEMEN

Rundriemen bestechen durch ihre extreme Flexibilität, da sie Kraftübertragungen in alle Richtungen sowie über komplexe Rollenanordnungen und Winkeltriebe hinweg problemlos meistern. Zudem sind sie besonders wartungsarm und lassen sich durch einfaches Verschweißen der Enden schnell direkt an der Anlage auf die benötigte Länge bringen.

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Ein Rundriemen ist ein flexibles Antriebs- und Transportelement mit kreisförmigem Querschnitt. Er wird primär in der Fördertechnik sowie für leichte Antriebsaufgaben in der Bewegungssteuerung und Kraftübertragung eingesetzt. 

Aufbau und Material
Rundriemen bestehen meist aus thermoplastischem Polyurethan (PU) oder Polyester-Elastomer (TPE). 
  • Fertigung: Sie werden durch eine runde Öffnung gepresst (extrudiert) und können als Meterware bezogen oder durch Verschweißen der Enden zu Endlosriemen verbunden werden.
  • Härtegrad: Die Flexibilität wird über die Shore-Härte definiert; gängige Werte liegen zwischen 75 Shore (weich) und 90 Shore (Standard).
  • Oberfläche: Es gibt glatte Varianten für hohe Laufruhe und aufgeraute Ausführungen, die ein Abspringen bei hohen Drehzahlen verhindern oder den Reibkoeffizienten beim Transport von Produkten im Staubetrieb senken


Technische Merkmale & Vorteile
  • Umlenkung: Durch den runden Querschnitt können Rundriemen in alle Richtungen umgelenkt und sogar über Kreuz betrieben werden.
  • Elastizität: Da das Material elastisch ist, benötigen viele Anwendungen keine zusätzliche Spannvorrichtung. Diese Eigenschaft hilft zudem, Stoßbelastungen und kurzzeitige Überlastungen abzufangen.
  • Laufführung: Sie werden typischerweise in U- oder V-förmigen Nuten von Riemenscheiben geführt.
  • Beständigkeit: Viele Ausführungen sind UV-beständig, hydrolysebeständig und in lebensmittelechten (FDA/USDA-zugelassenen) Varianten erhältlich.

Typische Einsatzbereiche
  • Fördertechnik: Transport von leichten Gütern (z. B. Flaschen, Dosen, kleine Kartons) in Verpackungsanlagen oder Rollenförderern.
  • Antriebstechnik: Kraftübertragung bei geringen Leistungen, etwa in Bürogeräten, Haushaltsgeräten oder Laboreinrichtungen.
  • Spezialanwendungen: Einsatz als Hohlrundriemen, die mit speziellen Haken mechanisch verbunden werden können, wenn ein Verschweißen vor Ort nicht möglich ist.