Zylinderrollenlager
Zylinderrollenlager bestechen durch ihre enorme radiale Tragfähigkeit und hohe Steifigkeit, was sie zur idealen Wahl für schwere Lasten bei gleichzeitig kompaktem Bauraum macht.
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Zylinderrollenlager sind Wälzlager, die speziell für die Aufnahme hoher radialer Belastungen bei gleichzeitig hohen Drehzahlen entwickelt wurden. Im Gegensatz zu Kugellagern verwenden sie zylindrische Rollen als Wälzkörper, was zu einer linienförmigen Kontaktfläche mit den Laufbahnen führt und somit eine deutlich höhere Tragfähigkeit ermöglicht.
1. Aufbau und Funktionsweise
Ein typisches Zylinderrollenlager besteht aus vier Hauptkomponenten:
- Innen- und Außenring: Die Laufbahnen für die Rollen.
- Zylinderrollen: Die Wälzkörper, die die Last übertragen.
- Käfig: Hält die Rollen in Position und verhindert deren gegenseitige Berührung (entfällt bei vollrolligen Lagern).
- Borde: Führungsschultern an den Ringen, welche die axiale Führung der Rollen übernehmen.
2. Gängige Bauformen
Die Bauformen unterscheiden sich primär durch die Anordnung der Borde, was bestimmt, ob das Lager axiale Kräfte aufnehmen kann:
- Typ N & NU: Reine Loslager. Sie können nur radiale Kräfte aufnehmen und lassen axiale Verschiebungen der Welle innerhalb des Lagers zu.
- Typ NJ: Können radiale Kräfte und axiale Kräfte in eine Richtung aufnehmen (Stützlager).
- Typ NUP: Können radiale Lasten sowie axiale Kräfte in beide Richtungen aufnehmen (Festlager).
3. Varianten nach Rollenanzahl
- Einreihig: Die Standardausführung für die meisten industriellen Anwendungen.
- Mehrreihig (z.B. zweireihig): Bieten eine extrem hohe radiale Steifigkeit und Tragzahl bei kompaktem Bauraum.
- Vollrollig: Diese Lager besitzen keinen Käfig, wodurch die maximale Anzahl an Rollen verbaut werden kann. Sie eignen sich für extrem schwere Lasten bei jedoch geringeren Drehzahlen.
4. Vorteile und Einsatzgebiete
Zylinderrollenlager zeichnen sich durch ihre hohe Steifigkeit und Langlebigkeit aus. Sie finden Verwendung in:
- Getrieben und Elektromotoren.
- Schienenfahrzeugen (als Radsatzlager).
- Werkzeugmaschinen (Spindellagerungen für hohe Präzision).
- Schwerindustrie, wie z.B. in Walzwerken oder bei Förderanlagen.
5. Technische Normung
Die Hauptabmessungen und Spezifikationen sind international und national genormt, unter anderem in der DIN 5412-1 (Zylinderrollenlager) und der ISO 15.
