Kraftbänder
Kraftbänder vereinen mehrere Keilriemen durch eine robuste Deckplatte zu einer Einheit, wodurch sie extrem stabil gegen Verdrehen, Umspringen und Vibrationen bei starken Stoßbelastungen sind.
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Kraftbänder (auch Verbundkeilriemen oder "Powerbands" genannt) sind spezielle Hochleistungs-Antriebsriemen, die aus mehreren parallel angeordneten Keilriemen bestehen, welche durch eine gemeinsame Deckschicht fest miteinander verbunden sind.
Diese Bauweise kombiniert die Kraftübertragung herkömmlicher Keilriemen mit der Stabilität eines Flachriemens und bietet entscheidende Vorteile für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
1. Aufbau und Funktionsweise
Ein Kraftband besteht im Wesentlichen aus:
- Einzelkeilriemen (Rippen): Diese bilden die Basis und bestehen meist aus einer verschleißarmen Gummimischung (oft EPDM oder Chloropren) mit integrierten Zugsträngen (z.B. Polyester-Cord).
- Verbindungs-Deckschicht: Diese Schicht hält die einzelnen Riemen in einem festen Abstand zusammen. Sie verhindert, dass sich einzelne Riemen verdrehen, aus der Scheibe springen oder ungleichmäßig dehnen.
- Kraftübertragung: Wie bei einem Standard-Keilriemen erfolgt die Übertragung des Drehmoments über die Reibungskräfte an den Flanken des Riemens in der Keilriemenscheibe
2. Hauptvorteile gegenüber Einzelriemen
Durch den Verbund bieten Kraftbänder spezifische technische Vorteile:
- Vermeidung von Schwingungen: Sie kompensieren Vibrationen und starke Stoßbelastungen deutlich besser als Einzelsätze.
- Kein Verdrehen: Bei plötzlichen Lastwechseln oder langen Achsabständen neigen Einzelriemen zum Schwingen oder Umkippen; die Deckschicht des Kraftbands verhindert dies zuverlässig.
- Gleichmäßiger Lauf: Da alle Rippen fest verbunden sind, ist eine absolute Längengleichheit und damit eine gleichmäßige Lastverteilung über die gesamte Riemenbreite garantiert.
- Kompakte Bauweise: Sie ermöglichen die Übertragung sehr hoher Leistungen auf engem Raum.
3. Gängige Profile und Typen
Kraftbänder sind in fast allen gängigen Keilriemenprofilen verfügbar:
- Klassische Profile: Profil A, B, C, D (z.B. Kraftband 17/B).
- Schmalkeilriemen-Profile: SPA, SPB, SPC sowie SPZ für höhere Leistungsdichte.
- Flankenoffene/Gezahnte Versionen: XPA, XPB, XPC für mehr Flexibilität und bessere Wärmeableitung bei kleineren Scheibendurchmessern.
4. Typische Einsatzgebiete
Aufgrund ihrer Robustheit finden Kraftbänder vor allem in Maschinen mit unregelmäßigen Belastungen Anwendung:
- Landmaschinen: Erntemaschinen (z.B. Mähdrescher) mit stoßartigen Belastungen.
- Schredder und Brecher: Recycling-Anlagen oder Steinbrecher.
- Großventilatoren: Wo lange Achsabstände zu Riemenschwingungen führen können.
- Industriegetriebe: Pumpen, Kompressoren und Sägewerke.
