Standard Rundriemen

Rundriemen in Standardausführung (meist Polyurethan) zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität und Elastizität aus, wodurch sie sich ideal für platzsparende Antriebe mit kleinen Scheibendurchmessern und ohne aufwendige Spannvorrichtungen eignen.

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in Rundriemen in der Standardausführung ist ein vielseitiges, antriebstechnisches Bauelement, das sich durch seinen kreisrunden Querschnitt auszeichnet. Im Gegensatz zu Flach- oder Keilriemen wird er meist nicht nur zur Kraftübertragung, sondern besonders häufig für Transport- und Förderaufgaben eingesetzt. 
Hier ist eine ausführliche Beschreibung der wichtigsten Merkmale:

1. Material und Beschaffenheit
Die Standardausführung besteht in der Regel aus hochwertigem Polyurethan (PU) oder seltener aus Polyester-Elastomeren.
  • Elastizität: PU-Rundriemen sind hochelastisch. Das bedeutet, sie können oft ohne zusätzliche Spannvorrichtungen montiert werden, da sie durch ihre eigene Dehnung die nötige Vorspannung halten.
  • Oberfläche: Standardmäßig ist die Oberfläche glatt, was gute Reibwerte an den Flanken der Riemenscheibe garantiert. Es gibt sie jedoch auch in „rau“ (mattiert), um die Reibung bei Stau-Anlagen zu verringern.
  • Härtegrad: Die Härte wird in Shore gemessen (üblich sind ca. 85° bis 90° Shore A). Ein härterer Riemen verträgt mehr Last, während ein weicherer flexibler um kleine Rollendurchmesser läuft.

2. Geometrie und Abmessungen
  • Querschnitt: Absolut kreisrund. Dies ermöglicht es dem Riemen, sich in jede Richtung zu biegen, was ihn ideal für mehrdimensionale Antriebe (über Eck oder gekreuzt) macht.
  • Durchmesser: Standardmaße bewegen sich meist zwischen 2 mm und 20 mm.

3. Besondere Eigenschaften
  • Endlose Verbindung: Einer der größten Vorteile der Standardausführung aus Thermoplast (PU) ist die Verschweißbarkeit. Man kann den Riemen als Meterware kaufen und die Enden mittels eines Reibschweißgeräts oder eines Heizspiegels direkt vor Ort „stumpf“ verschweißen.
  • Beständigkeit: Sie sind resistent gegen Öle, Fette und viele Chemikalien. Zudem sind sie sehr abriebfest, was eine lange Lebensdauer garantiert.
  • Wartungsfrei: Da sie sich nicht dauerhaft plastisch verformen (bei richtiger Auslegung), müssen sie selten nachgespannt werden


4. Einsatzbereiche
  • Fördertechnik: Transport von leichten Gütern (z.B. Flaschen, Keramikfliesen, Kartonagen).
  • Feinmechanik: In Druckern, Kopierern oder kleinen Haushaltsgeräten.
  • Winkeltriebe: Überall dort, wo die Antriebsachse nicht parallel zur Abtriebsachse steht.

5. Die Riemenscheibe
Rundriemen laufen in Scheiben mit einer V-Nut oder einer Rundnut. Die V-Nut erhöht durch die Keilwirkung die Kraftübertragung, während die Rundnut schonender zum Material ist und meist in reinen Förderanwendungen genutzt wird.

Zusammenfassung der Vorteile:
  • Einfache Montage (durch Verschweißen).
  • Hohe Flexibilität in der Führung.
  • Geräuscharmer Lauf.
  • Günstig in der Anschaffung und Wartung.