Sonder-Kraftbänder
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Kraftbänder (auch Verbundkeilriemen genannt) in Sonderausführung sind hochspezialisierte Antriebselemente, die dort zum Einsatz kommen, wo Standard-Keilriementriebe an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Sie bestehen aus mehreren Einzelkeilriemen, die durch eine hochfeste Deckplatte zu einer untrennbaren Einheit verbunden sind.
1. Technische Konstruktion und Funktion
Das Hauptmerkmal eines Kraftbandes ist die Deckplatte, die verhindert, dass sich einzelne Riemen verdrehen, schwingen oder bei Stoßbelastungen aus den Scheibenrillen springen.
- Parallelführung: Die Riemen laufen absolut synchron, was eine gleichmäßige Lastverteilung garantiert.
- Vibrationsdämpfung: Durch den Verbund werden Peitscheneffekte und Resonanzschwingungen minimiert.
- Stabilität: Die Quersteifigkeit ist deutlich höher als bei Einzelsätzen.
2. Typische Sonderausführungen
Sonderausführungen werden gezielt für extreme Umgebungsbedingungen oder spezifische Transportaufgaben gefertigt:
Aramid-Zugstrang: Anstelle von Polyester werden Fasern mit extrem geringer Dehnung verwendet. Dies ermöglicht eine bis zu 25 % höhere Leistungsübertragung und ist ideal für Antriebe mit extremen Stoßbelastungen.
Spezial-Deckplatten (Profile & Beschichtungen):
- Mit Profil: Auf die Deckplatte können zusätzliche Profile (z.B. Längsrippen oder Noppen) aufgebracht werden, um das Kraftband auch für Förderaufgaben zu nutzen.
- Haftbeschichtungen: Beschichtungen wie Linatex oder Supergrip erhöhen die Reibung für den Materialtransport.
Chemische & Thermische Resistenzen:
- Hitzebeständig: Spezielle Gummimischungen erlauben Betriebstemperaturen weit über dem Standard (oft bis +100°C oder höher).
- Öl- und Chemikalienresistent: Wichtig für Umgebungen mit Schmierstoffkontakt oder aggressiven Medien.
- Elektrisch leitfähig (Antistatisch): Erfüllung der ISO 1813 Anforderungen für den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen (ATEX).
3. Einsatzgebiete
Diese Riemen finden sich primär in schweren Industriezweigen:
- Agrartechnik: Häcksler und Mähdrescher (hohe Impulslasten).
- Baumaschinen: Steinbrecher und Rüttelsiebe (extreme Vibrationen).
- Holzindustrie: Sägegatter (plötzliche Lastwechsel).
- Fördertechnik: Steilförderer, bei denen die Deckplatte als Transportfläche dient.
