FLACHRIEMEN

Flachriemen überzeugen durch ihren extrem hohen Wirkungsgrad von bis zu 98 %, da sie aufgrund ihrer Flexibilität und geringen Dicke kaum Energie durch Walkarbeit verlieren. Dank ihrer hohen Zugfestigkeit und Laufruhe ermöglichen sie zudem enorme Riemengeschwindigkeiten, was sie zur idealen Wahl für präzise Hochleistungsantriebe macht.

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Ein Flachriemen ist ein Antriebselement mit rechteckigem Querschnitt, das zur kraftschlüssigen Leistungsübertragung zwischen Wellen dient. Er gilt als einer der ältesten und einfachsten Riementypen, bietet aber durch moderne Materialien heute einen extrem hohen Wirkungsgrad von bis zu 98 %. 

Aufbau und Material
Moderne Flachriemen sind meist als Mehrschicht-Verbund aufgebaut, um Flexibilität und Zugfestigkeit zu kombinieren:
  • Zugschicht (Kern): Das tragende Element, meist aus leistungsstarken Kunststoffen wie Polyamid, Polyester oder Aramid, das die Zugkräfte aufnimmt.
  • Laufschicht (Reibschicht): Die Schicht, die direkten Kontakt zur Riemenscheibe hat. Sie besteht oft aus Gummi, Polyurethan oder Leder, um eine hohe Reibung (Friktion) zu gewährleisten.
  • Deckschicht: Schützt den Riemen vor äußeren Einflüssen wie Staub, Öl oder Feuchtigkeit.

Besondere Merkmale & Funktionsweise
  • Zentrierung durch Balligkeit: Damit der flache Riemen nicht von der Scheibe rutscht, sind die Riemenscheiben oft ballig (konvex) geformt. Durch die höhere Dehnung in der Mitte der Scheibe wird der Riemen automatisch zentriert.
  • Hohe Vorspannung: Im Vergleich zu Zahnriemen benötigen Flachriemen eine hohe Vorspannung (oft 0,8 % bis 2 %), um die nötige Reibkraft für die Übertragung zu erzeugen.
  • Überlastschutz: Bei plötzlicher Überlast kann der Riemen kontrolliert durchrutschen (Schlupf), was den Motor und andere Bauteile vor Schäden schützt.

Einsatzbereiche

Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Effizienz finden Flachriemen in vielfältigen Industrien Verwendung:
  • Holz- und Papierverarbeitung: In Sägen oder Schleifmaschinen.
  • Textilindustrie: Für Spinn- und Zwirnmaschinen.
  • Fördertechnik: Als Transport- oder Prozessbänder.
  • Lebensmittelindustrie: Hier werden oft spezielle FDA-zertifizierte oder antistatische Riemen eingesetzt.