Axialkugellager

Axial-Rillenkugellager sind spezialisiert auf die Aufnahme extrem hoher axialer Lasten in einer Richtung, wobei sie durch ihre präzise Führung eine hohe Laufgenauigkeit bei geringer Reibung gewährleisten.

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Ein Axialkugellager (oft auch Drucklager genannt) ist eine spezielle Form des Wälzlagers, das darauf ausgelegt ist, Kräfte in Richtung der Wellenachse (Axialkräfte) aufzunehmen. Im Gegensatz zu Radiallager, die Querbelastungen tragen, sind klassische Axialkugellager nicht für radiale Lasten geeignet. 

Aufbau und Komponenten
Ein typisches Axial-Rillenkugellager besteht aus drei Hauptkomponenten: 
  • Wellenscheibe: Der Ring, der auf der rotierenden Welle montiert wird und mit dieser umläuft.
  • Gehäusescheibe: Der Ring, der im stationären Gehäuse fixiert wird.
  • Kugelsatz mit Käfig: Die Wälzkörper (Kugeln) werden durch einen Käfig in Position gehalten und laufen in den Laufrillen der beiden Scheiben.

Funktionsweise
Durch die geringe Kontaktfläche der Kugeln ermöglichen diese Lager einen sehr reibungsarmen Lauf, was hohe Drehzahlen begünstigt. Die Last wird dabei direkt "von Scheibe zu Scheibe" durch die Kugeln übertragen. Man unterscheidet zwei Grundtypen: 
  • Einseitig wirkend: Kann Axialkräfte nur in eine Richtung aufnehmen.
  • Zweiseitig wirkend: Besteht aus zwei Gehäusescheiben und einer zentralen Wellenscheibe; es kann Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen.

Einsatzgebiete
Axialkugellager finden sich in zahlreichen Anwendungen, bei denen axiale Schübe kontrolliert werden müssen: 
  • Automobilindustrie: In Getrieben oder Kupplungssystemen.
  • Werkzeugmaschinen: Zur präzisen Führung von Spindeln.
  • Energietechnik: Beispielsweise in Windturbinen zur Aufnahme des Winddrucks.
  • Alltag: In Drehstühlen oder Bohrmaschinen.

Wichtige Hersteller & Standards
Namhafte Hersteller bieten diese Lager in verschiedenen Präzisionsklassen an. Bei der Auswahl ist besonders auf die Tragzahlen und die zulässige Grenzendrehzahl zu achten.