Schmalkeilriemen

Schmalkeilriemen bestechen durch ihre hohe Leistungsdichte, die bei gleicher Breite eine deutlich höhere Kraftübertragung als klassische Keilriemen ermöglicht. Dank ihrer optimierten Flankenform bieten sie zudem eine exzellente Wärmeabfuhr und erlauben besonders kompakte, platzsparende Antriebskonstruktionen.

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Ein Schmalkeilriemen ist eine leistungsstarke Weiterentwicklung des klassischen Keilriemens, die speziell für die Übertragung hoher Leistungen bei kompakter Bauweise konzipiert wurde. Durch sein optimiertes Profil bietet er eine deutlich höhere Energieeffizienz und Belastbarkeit. 

1. Aufbau und Funktionsweise
Schmalkeilriemen bestehen in der Regel aus hochwertigem Kautschuk (häufig EPDM) mit eingebetteten Zugsträngen aus Polyester oder Aramid. 
  • Geometrie: Im Vergleich zu klassischen Keilriemen ist das Profil des Schmalkeilriemens schmaler, aber höher.
  • Kraftübertragung: Die Kraft wird über die Flanken (Seitenflächen) des Riemens übertragen, die sich durch die Keilwirkung fest in die Rillen der Riemenscheibe pressen.
  • Leistung: Durch die höhere Flanke ist der Reibschluss in der Scheibe verbessert, was eine bis zu dreifach höhere Leistungsübertragung gegenüber herkömmlichen Riemen ermöglicht.

2. Gängige Profile und Normung
Schmalkeilriemen sind nach DIN 7753 genormt, was sie international austauschbar macht. Die gängigsten Profile sind: 
  • SPZ: Breite ca. 9,7 mm, Höhe 8 mm.
  • SPA: Breite ca. 12,7 mm, Höhe 10 mm.
  • SPB: Breite ca. 16,3 mm, Höhe 13 mm.
  • SPC: Breite ca. 22 mm, Höhe 18 mm.
Für Anwendungen mit extrem kleinen Scheibendurchmessern gibt es zudem flankenoffene, formgezahnte Varianten (Bezeichnungen wie XPZ, XPA), die flexibler sind und weniger Wärme entwickeln. 

3. Vorteile gegenüber klassischen Keilriemen
  • Platzersparnis: Höhere Leistungsdichte erlaubt kleinere Antriebe und schmalere Riemenscheiben.
  • Gewichtsreduktion: Durch die kompaktere Bauweise sinkt das Gesamtgewicht des Antriebs.
  • Wirkungsgrad: Weniger Dehnung und bessere Kraftübertragung führen zu einer höheren Effizienz.
  • Wartungsarm: Sie sind oft langlebiger und unempfindlicher gegen Drehmomentstöße.

4. Wichtige Kennzahlen für die Auswahl
Um den richtigen Riemen zu identifizieren, müssen folgende Maße bekannt sein:
  • Profil: (z.B. SPA oder SPZ).

Längenangabe: Bei Schmalkeilriemen wird meist die Wirklänge (


oder

)
angegeben, die an der neutralen Faser des Riemens gemessen wird.

  • Bauform: Ummantelt (klassisch) oder flankenoffen gezahnt (für hohe Drehzahlen).